Busengel verleihen Flüüüügel

Interview mit den Busengeln

(KÜ) Wir haben zwei Busengel getroffen und sie mit Fragen nur so durchlöchert. Diana Violetta Loza und Helen Sophie Lucks (beide 9a) haben sich dazu entschieden, Busengel zu werden, weil sie es im Bus  einfach zu chaotisch fanden.  Nicht nur das ständige Gedränge vor dem Bus, sondern auch das unangebrachte Verhalten im Bus stört, immer wieder. Deshalb gibt es die Busengel. Sie sorgen für Ruhe und Ordnung und greifen auch dem Busfahrer damit ein bisschen unter die Arme.

 

Ein Busfahrer hat den Jugendlichen auch das richtige Verhalten beigebracht und ihnen gezeigt wie sie bei Regelverstößen oder Streitereien reagieren sollen.

 

Am Anfang sei man noch ein bisschen unsicher und wisse nicht genau, wann man eingreifen solle, erzählt uns Diana. Aber mittlerweile haben beide sich daran gewöhnt und auch die meisten anderen ihrer Mitfahrer  respektieren sie. Oft sind es nämlich noch jüngere Schüler, auch von der Grundschule, die noch nicht wissen, wie sie sich im Bus verhalten sollen. Diana, Helen und die anderen Busengel sorgen zum Beispiel dafür, dass eine Schlange gebildet wird, wenn der Bus kommt, und dass keiner sich von jemand anderen gestört fühlt. „Wir haben die Verantwortung, dass den Schülern nichts passiert“, sagt Helen, die nun seit einem halben Jahr ein Teil der Busengel ist. An der Haltestelle passieren nämlich so allerhand kuriose Dinge. Diana erzählt, ein Junge sei einmal auf eine hohe Straßenlaterne geklettert und habe diese dann nicht mehr verlassen wollen. Das kann schon mal passieren.

 

Natürlich gibt es auch Busengel an der Reimer-Bull-Schule und deshalb sind manchmal sogar 4-5 in einem Bus. Besonders nach der sechsten Stunde ist der Bus immer sehr voll, daher ist es gut, wenn auch viele Busengel mitfahren und zusammenarbeiten können. Der Alltag eines Busengels ist manchmal nämlich sehr stressig.

 

Das Engagement der Busengel ist wirklich bemerkenswert und verdient vollsten Respekt.


Größer als je zuvor

Interview mit den Youth-to-Youthlern

(BO) In diesem Interview stellen sich die neuen Youthler Hannah Prien, Miriam Queitsch, Cyntia Kruse und Janne Maaß vor, die gemeinsam die 10a besuchen.

 

Seit Februar haben die Jugendlichen an vier Wochenenden viel über Mobbing und verschiedene Suchtkrankheiten  wie beispielsweise Alkohol-,  Mager-, Spiel- oder Kaufsucht gelernt. Im Zuge dieser Ausbildung besuchten sie an einem Nachmittag sogar das Kurfürstenhaus in Heide, in dem ehemalige Suchtkranke in einer Wohngemeinschaft zusammen leben. Am letzten Wochenende schlossen sie ihre Ausbildung ab, indem sie das Gelernte der letzten Seminare anwandten, um Präsentationen herauszuarbeiten, die sie von nun an in den Klassen vorstellen wollen. Dabei werden  Hannah Prien und Janne Maaß mit den Schülern der Orientierungsstufe die Themen Mobbing und soziale Ausgrenzung kurz anschneiden, während Cyntia Kruse und Miriam Queitsch sich mit den Siebt- bis Neuntklässlern tiefergehend über Süchte und deren Gefahren unterhalten.

 

Die vier Schülerinnen der zehnten Klasse suchen den Dialog zwischen Gleichaltrigen und versuchen diesen die Ängste vor sonst eher heikel behandelten Themen wie beispielsweise dem Umgang mit Alkohol und Drogen zu nehmen. Für offene Fragen stehen die Youth-to-Youthler immer zur Verfügung.

 

Als die Jugendlichen von zwei früheren Youth-to-Youthlern darauf angesprochen wurden, ob sie Lust hätten ihre Nachfolger zu werden, sagte die Mädchen zu. Auf diese Weise entstand der größte Youth-to-Youth Jahrgang, der seit Anbeginn dieses Projektes jemals existierte.

 

Betreut werden die Ehrenamtlichen durch den Jugendbeauftragten des Kreis Dithmarschen, Gerd Manzke, und Katrin Kapell, der Sozialarbeiterin der Reimer-Bull-Schule.

 

Das Zertifikat überreichte der Landrat Jörn Klimant.

 

Im Januar steht voraussichtlich eine Weiterbildung für die Schülerinnen an, damit sie ihre Kenntnisse über ihr Themengebiet auffrischen und erweitern können.


"Wir wollen etwas verändern!"

Das lustige Interview mit den neuen Aktionsleitern

(KÜ) In Zukunft werden wir von der Schülerzeitung nicht nur Lehrer interviewen, sondern auch Schüler-und Schülerinnen, die sich ehrenamtlich an unserer Schule engagieren.

 

Die ersten Jugendlichen, die wir euch vorstellen, sind die neuen Aktionsleiter Eva Hanßen (9b), Luk Hanssen (9b), Jule Wilkens (9b), Laura Sophie Dohrn (9c) und Oke Güths (9c). An drei Wochenenden haben die fünf Schüler-und Schülerinnen gelernt, Konflikte zu lösen, Sportgruppen zu leiten und auf jüngere Schüler aufzupassen. Außerdem haben sie einen Erste-Hilfe-Kurs besucht  und Workshops zusammen mit den Teilnehmern des JES-Meetings belegt. „Wir wollen uns sozial engagieren und etwas an der Schule verändern“, erzählt uns Eva Hanßen. Auch die Arbeit mit Kindern mache den Jugendlichen sehr viel Spaß.

 

Momentan ist ihre Aufgabe an unserer Schule, Konflikte und Probleme in der 6a, die meist in den Pausen auftreten, zu lösen. Zudem planen die Mädchen und Jungen zum Ansprechpartner, besonders für unsere jüngeren Schüler, zu werden und in den Pausen mit kleinen Pausenspielen für etwas mehr Action auf dem Schulhof zu sorgen.

 

„Let’s make Gymnasium Marne great again!“, scherzt Luk Hanssen lachend. Die neuen Aktionsleiter sprudeln nur so vor Energie und guter Laune. Wir sind sehr gespannt, was sie in Zukunft noch an unserer Schule verändern werden.