Eine bizarre Begegnung

Lehrerinterview mit Frau Möller

(KÜ) 28.05.2018 Es wurde mal wieder Zeit für ein Lehrerinterview und so hat sich dieses Mal Frau Möller unseren Fragen gestellt. Für Kristin Möller, geboren am 02.08.1981, stand es schon sehr früh fest, dass sie  Lehrerin werden wollte. Deshalb ist es sicherlich kein Wunder, dass Frau Möller seit 2006 an unserer Europaschule mit viel Hingabe die Fächer Deutsch und Religion unterrichtet. Als sie noch selber Schülerin war, gefielen ihr fast alle Fächer außer Englisch, da sie einfach nicht über eine 3 hinauskam, und Sport.

 

Das Familiendasein der Möllers in Marne sollte den meisten Schülern wohl geläufig sein. Einige erinnern sich vielleicht auch noch, dass es für viele nicht leicht gewesen ist, sich an den „neuen“ Nachnamen zu gewöhnen. Mittlerweile sind die Möllers das einzige Lehrerpärchen an unserer Schule (seit Herr Krebs in Rente gegangen ist) und dass Frau Möller Herrn Möller als ihren besten Freund aus dem Kollegium angegeben hat, ist somit auch keine große Überraschung.

 

Überraschend war allerdings Frau Möllers Einstieg am Gymnasium Marne. Damals gab es nämlich noch jährlich ein Sommerfest und so geschah es, dass sie Herrn Tietz auf einem Bobby Car begegnete. Als sie dann nach Herrn Limburg gefragt habe, wurde geantwortet, dass dieser im Gruselkabinett sei. Außerdem wurde Frau Möller ja dieser Schule zugeteilt, so wusste sie nichts über Marne, sie kannte nur Zeitungsberichte über partyfeiernde Schüler an Rosenmontag.

 

Die Deutsch- und Religionslehrerin kann sich auch noch erinnern, wie ein Schüler zur Karnevalszeit als Nonne zur Schule gekommen ist und Probleme mit seinem enormen künstlichen Vorbau hatte, so dass sich die komplette Klasse schließlich nur noch damit beschäftigte.

 

In ihrer Freizeit liest Frau Möller zurzeit gerne Sachbücher und guckt hin und wieder Satiremagazine und die Serie „Game of Thrones“. Ihr Lieblingszitat ist „Don’t dream it, be it“. Die Deutschlehrerin  würde gerne mal nach Neuseeland reisen und hätte sie die Möglichkeit, durch Raum und Zeit zu gelangen, würde sie vermutlich einen Tag in die Zukunft reisen, um die Lottozahlen von morgen zu kennen.

 


Die Situation in den fünften Klassen

Mini-Reporter

(Linja Rescher, 5a) 17.05.2018 Hallo ich bin's, Linja Rescher aus der 5a und erzähle, wie es nach fast einem Jahr in unserer Klasse und so ist.
Es ist nun schon lebhaft, wir haben eine Klassengemeinschaft gebildet und helfen uns auch gegenseitig. Wir knüpfen neue Freunschaften mit anderen, die wir vor dem Jahr noch gar nicht kannten. Man bleibt nicht in den Gruppen mit denen man in die Klasse gekommen ist. Wenn man ein Problem hat, traut man sich auch, andere zu fragen, ob man ihnen helfen kann u.s.w. Wegen des Abiturs hatten wir auch viele Vertretungen und somit auch Lehrer, die wir vorher noch nicht kannten.

Nach der Umfrage  letztens wissen wir nun auch halbwegs wo die Trakte liegen.
Das wird noch eine schöne Zeit.

Nicht nur was für Opas

Die Opernfahrten

(BO) 26.03.18 Auch in diesem Jahr hatten wieder Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit, an einer Opernfahrt teilzunehmen. Die vollen Anmeldelisten in der Pausenhalle dürften jedem aufgefallen sein, denn auch in diesem Jahr konnte Herr Langes, der Organisator der Opernfahrten, wieder viele interessierte Schüler zu einem Spitzenpreis von insgesamt 20€ (10€ für den Bus und 10€ für die Oper selbst) pro Person in die Hamburger Staatsoper locken.

 

Die drei Opernfahrten fanden terminlich getrennt voneinander statt und führten jeweils zu verschiedenen Opern. Im Dezember letzten Jahres fuhr man nach Hamburg, um sich „Die Zauberflöte“ von Mozart anzusehen und vor Allem natürlich auch anzuhören. Ungefähr drei Monate später wurde dann die italienische Oper „Il barbiere di Siviglia“ (dt. „Der Barbier von Sevilla“) aufgeführt, die sich wieder ein Teil unserer Schüler- und Lehrerschaft ansah. Im März machte man sich mit einer Gruppe schick gekleideter Freiwilliger erneut auf den Weg in die schöne Hansestadt, diesmal spielte es „Rigoletto“. Und so manch ein Hamburger wunderte sich sicher, als die Gruppe von Schülern teilweise in Ballkleidern und Anzügen durch die Europapassage flanierte. Zu einer Fahrt zu einer gewissen amerikanischen Schnellrestaurantkette ist es leider nicht gekommen, da der Busfahrer sein Einverständnis nicht gab.

 

Auch diesmal wurden die Opernfahrten wieder von Lehrern begleitetet, die im Gegensatz zu den Schülern am nächsten Tag jedoch nicht zur zweiten Stunde kommen durften. Bei der Fahrt im März beispielsweise kamen Frau Fritsch, Frau S. Friedrich, Frau J. Friedrich und Herr Möller mit, der von der Aufführung so begeistert war, dass er am darauffolgenden Wochenende direkt noch einmal mit seiner Frau hinfuhr. Herr Langes konnte an dieser Fahrt leider nicht teilnehmen.

 


Die Rückkehr der Stähli-Ritter

Lehrerinterview mit Herrn Stähli

19.03.18 (KÜ) Seit dem 05.03. ist Herr Stähli nach seinem erfolgreich abgeschlossenen Studium sehr spontan als Aushilfslehrer wieder an unsere Europaschule zurückgekehrt. Oliver Stähli war auch schon Schüler und Praktikant hier. In seiner Zeit als Aushilfslehrer 2016 hat er einmal ausversehen in einer fünften Klasse ganze zehn Minuten überzogen und keiner hat ihn darauf aufmerksam gemacht. Herrn Stähli sei dies sehr unangenehm gewesen, auch weil einige Schüler deswegen nicht ihren Bus bekommen hätten.  Sein Referendariat würde er, wenn möglich, gerne am Gymnasium Marne Europaschule absolvieren, da sowohl Schüler als auch Lehrer eine tolle Gemeinschaft bilden würden und auch die Digitalisierung sehr vorangeschritten sei. Im Vergleich zu früher hat sich sonst aus seiner Sicht nicht besonders viel geändert.

 

Der Wipo- und Mathelehrer wurde am 27.04.1993 geboren und wohnt eigentlich in Kiel, aber kann derzeit hier bei Verwandten unterkommen. Herr Stähli mochte Mathe schon immer sehr gerne und gibt zu, auch in Musik nicht besonders schlecht gewesen zu sein. Chemie gehörte dagegen zu den Fächern, die ihm nicht so sehr lagen. Trotzdem ist er Fan von der Serie „Breaking Bad“ und den berühmten Harry-Potter-Büchern. Als Tier wäre der derzeitige Aushilfslehrer wahrscheinlich ein Faultier und wenn er kein Lehrer wäre, würde er jetzt vielleicht als Bäcker arbeiten.

 

Doch Herr Stähli ist mit seiner Berufswahl glücklicherweise sehr zufrieden und freut sich schon als „richtiger“ Lehrer zu arbeiten. Weitere Ziele von ihm sind zudem eine abgesicherte Zukunft und Gesundheit. Eine Zeitreise in die ferne Zukunft würde er auch nicht ablehnen.

 


Die Dancing Queen am Marner Gymnasium

Lehrerinterview mit Frau Hönig

26.02.2017 (MO/WR) Dieses Mal haben wir die Deutsch- und Geolehrerin Frau Hönig interviewt. Svenja Hönig feiert ihren Geburtstag am 25. Juli. Zusammen mit ihrem Mann, ihren Kindern und ihren Tieren wohnt sie in Nordermeldorf. Wenn Frau Hönig selbst ein Tier wäre, wäre sie ihrer Meinung nach ein Delfin.

 

Frau Hönigs Lieblingsbuch ist momentan „Der Steppenwolf“ von Hermann Hesse. Ihr Lieblingszitat ist von John Lennon und lautet: „Als ich 5 Jahre alt war, hat meine Mutter mir immer gesagt, dass Glück der Schlüssel zum Leben sei. Als ich zur Schule ging, fragten sie mich, was ich werden möchte, wenn ich groß bin. Ich schrieb 'glücklich'. Sie sagten mir, dass ich die Aufgabe nicht verstanden hätte, aber ich sagte ihnen, dass sie das Leben nicht verstanden hätten.“

 

Die Deutsch- und Geolehrerin tanzt in ihrer Freizeit gern. Deswegen war ihre Alternative zum Beruf der Lehrerin auch Tänzerin oder Tanzlehrerin. Ihr Lieblingsfilm ist passenderweise „Dirty Dancing“.

 

Seit 2014 arbeitet Svenja Hönig an unserem Gymnasium. Ihr erster Eindruck von unserer Europaschule war positiv: Frau Hönig würde sie als familiär, sympathisch und offen bezeichnen. Während ihrer eigenen Zeit als Schülerin fand Frau Hönig das Fach Deutsch am besten. Am wenigsten mochte sie dagegen Physik.

 

Im Kollegium versteht sie sich mit allen Lehrern gut. An die lustigste Geschichte als Lehrerin erinnert sie sich noch sehr genau. Die Geographielehrerin zeichnete eine Karte von Indien an die Tafel. Dieses Tafelbild erinnerte allerdings eher an einen Penis als an das in Asien liegende Land. Aber als Geolehrerin mag Frau Hönig natürlich auch das Reisen in ferne Länder. Ein Traumziel wäre die Karibik. Wenn man durch die Zeit reisen könnte, würde sie die 70er wählen, um mit den Menschen dort eine Runde zu chillen.

 

Ihr wichtigstes Ziel ist es, ein glückliches Leben zu führen und viel Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen.

 


Remember Karim Trippkewitz

Lehrerinterview mit Herrn Trippkewitz mit euren Fragen

12.02.17 (KÜ) Zum ersten Mal haben wir ein Interview mit euren Fragen gemacht. Da Herr Trippkewitz unsere schöne Schule verlassen hat und nun wahrscheinlich eine Promotionsstelle in Physikdidaktik in Kiel annehmen wird, haben wir ihn vorher nochmal richtig ausgefragt.

 

Am meisten wird Herr Trippkewitz die Klassen, die er hatte, und die Kollegen vermissen. Über die 8b sagt er, dass sie sehr aufgeweckt, mathematisch interessiert, offen und motiviert sei. Mit den meisten Kollegen habe er stets ein gutes und familiäres Verhältnis gehabt. Trotzdem habe er sich dazu entschlossen, wieder nach Kiel zu gehen, weil dort seine Familie, seine Freunde und seine Hobbys seien.

 

Als Herr Trippkewitz klein war, haben ihm die Fächer Physik und Mathe besonders gut gefallen. Er habe dann den anderen aus seiner Klasse in diesen Fächern Nachhilfe gegeben und habe gemerkt, dass er darin nicht besonders schlecht sei. Trotzdem habe er sich erst später dazu entschieden, diese Fächer auch zu unterrichten. Aus diesem Grund habe er sich als Seiteneinsteiger für ein Lehramtsreferendariat beworben.

 

Außerdem beschreibt der 1,65m große Lehrer seine Schulzeit als abwechslungsreich und schön. Er sei ein „Geek“ gewesen und habe statt der „Bravo“ lieber Fakten über Physik und „Star Trek“ gelesen. Auch seine Lieblingsserie, abgesehen von den „Simpsons“, ist natürlich „Star Trek Voyager“. Sein Lieblingsfilm ist der preisgekrönte Film „Birdman“. Zudem hat er keine Haustiere, weil er Tiere im Haus nicht mag.

 

Die Klassenfahrt, die Herr Trippkewitz am besten gefallen hat, war der Austausch nach Barcelona mit der 10a. Warum er da bei über 20°C Winterstiefel getragen hat und hier seit Herbst nur noch Sneakers trägt, weiß er selber nicht so ganz genau. Er habe einfach nicht darauf geachtet und finde es hier noch nicht kalt genug für Winterstiefel.

 

Der charismatische Mathe-und Physiklehrer, der übrigens das Sebamed-Everyday-Shampoo benutzt, würde gerne in die Vergangenheit reisen, um seine Oma nochmal wiederzusehen. Für die Zukunft wünscht er sich einen beruflich sicheren Job, der ihm Spaß macht, und noch besser als Lehrer zu werden. Und natürlich ganz wichtig: Wenn die Schule brenne, würde er natürlich als erstes die Schüler retten.

 

Hier noch ein paar Grüße von Herr Trippkewitz:

 

An die Schüler: „Ich wünsche euch viel Erfolg und Freude an Mathe und Physik und dass ihr irgendwann wisst, was euch interessiert.“

 

An die Lehrer: „Vielen Dank für eure ganze liebe Unterstützung und die Zeit, die ihr für mich investiert habt.“

 

An die Menschheit: „Wenn ich über die Grenzen des Universums nachdenke, stoße ich nur an die Grenzen meines eigenen Verstandes.“ (Möglicherweise hat das auch schon mal jemand anderes gesagt, aber es konnte leider nicht herausgefunden werden, wer das war. Deshalb wird dieses Zitat nun Herrn Trippkewitz zugeschrieben.)

 


Abenteuer Kanada

Annika Lange: 10 Monate in Kanada

29.01.2018 (BO) Annika Lange ist gerade für zehn Monate in New Brunswick, der offiziell einzigen bilingualen Provinz Kanadas, die ungefähr so groß ist wie Bayern. Sie wohnt in Quispamsis, einem Ort nahe der Küste, der circa 20 Minuten von Saint John, der größten Stadt New Brunswicks, entfernt ist. Mit ihrer Gastfamilie, die aus ihren Gasteltern Bruce und Angie, ihren Gastgeschwistern Zoe (6) und Andersen (8), der Oma Mille, der Uroma Marie und Regina, einer anderen Austauschschülerin aus Mexiko, besteht, unternimmt sie vieles. So fahren sie zum Beispiel oft in die Natur oder an die Küste. An einem Wochenende haben sie auch schon gemeinsam Boston besucht. Dank ihrer großen Gastfamilie ist Annika nie alleine.

 

Generell ist in Kanada alles etwas größer als in Deutschland, nicht nur die Familie. So ist es für die Kanadier beispielsweise vollkommen normal vier Stunden mit dem Auto irgendwo hinzufahren. Das Auto ist dort sowieso das meistbenutzte Fortbewegungsmittel, da es weder Züge noch Busse gibt.

 

Bis auf den typischen gelben Bus natürlich, der Annika jeden Morgen vor ihrer Haustür abholt und zur Schule fährt, die ebenfalls etwas größer ist als unser Gymnasium. Die Kennebecasis High School hat circa 1500 Schüler und trotzdem ist der Schulspirit, also das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schüler untereinander viel stärker als hier in Deutschland. So kommt es auch, dass an einem Tag, an dem eine Sportmannschaft ein Spiel hat, alle die Schulfarben, blau und weiß tragen, um ihr Team zu unterstützen. Doch auch an einigen anderen Tagen ziehen sich die Schüler der Kennebecasis High School zu einem bestimmten Thema an, wie zum Beispiel am „Pink day“, als alle einen Tag lang nur pink getragen haben. Der Unterricht beginnt um 8:45Uhr und endet um 15:30Uhr. Der Schultag ist dann aber noch nicht vorbei, denn nach Unterrichtsschluss beginnen die Clubs. Bei den Mädchen beispielsweise ist Field Hockey ganz groß. Annika singt im Chor, der jedes Jahr ein großes Musical im schuleigenen Theater auf die Bühne bringt, das ebenso groß ist wie die gesamte Schule, was anfangs dafür gesorgt hast, dass Annika sich dort oft verlaufen hat. Es gibt außerdem ein Football Feld und eine große Turnhalle.

 

Auch außerhalb der Schule erlebt Annika während ihres Auslandsjahres einiges. Im Oktober zum Beispiel hat sie mit anderen Austauschschülern ein Wochenende in Toronto verbracht. Außerdem war sie schon whale watchen und hat Thanksgiving, Halloween und die Santa Claus Parade, die die Weihnachtszeit einläutet, in Kanada miterleben dürfen.

 


Die Schule lehrte Geschlechter-Klischees

Ein Interview mit Elke Marxen über die Schulzeit am Gymnasium Marne in den 60er Jahren.

22.01.2017 (RE) Das Frauenbild der 60er, ein umfangreiches Thema, welches hier, aufgrund der begrenzten Länge dieses Artikels, leider nicht von allen Seiten beleuchtet werden kann. Das geschlechterspezifische Rollenverständnis, das durch alle Gesellschaftsformen hinweg präsent war, zeigte sich selbstverständlich auch im schulischen Rahmen. In den 60ern war es ein großer Unterschied, ob man an dieser Schule Schüler oder Schülerin war.

 

Die Nachwirkungen des 2. Weltkriegs zeigten sich noch deutlich. Ein Großteil der Lehrer war mit den nationalsozialistischen Ideologien oder sogar noch davor aufgewachsen und hatte somit auch das Frauenbild der Nationalsozialisten tief in seinem Bewusstsein verankert. Im Prinzip lässt sich dieses in einem einzigen Satz zusammenfassen. „Frauen sollten den Haushalt machen, Kinder bekommen und ganz allgemein gute Ehefrauen sein.“ Schulbildung war dabei eher zweitrangig. Dieses Bild hielt sich in den Köpfen der Menschen noch einige Jahrzehnte länger und so ist es nicht verwunderlich, dass Schülerinnen von ihren Lehrern auch in den 60er Jahren noch benachteiligt wurden, obwohl die ersten Mädchen bereits in den 20er Jahren das Gymnasium in Marne besuchten.

 

Im Jahre 1920 wurden an der Kaiser-Wilhelm-Schule, welche bis dahin eine reine Jungenschule gewesen war, die ersten Mädchen aufgenommen. Der damalige Schulleiter Dr. Beber sagte dazu: "Das Bestehen einer Aufnahmeprüfung erscheint […] dem Lehrerkollegium eine notwendige Sicherungsmaßregel, um einer Überflutung durch unbegabte Mädchen vorzubeugen"[1]

 

Eine Aufnahmeprüfung gab es in den 60er Jahren nicht mehr, dennoch musste man sich als Mädchen im Unterricht, vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern, deutlich mehr anstrengen, um sich zu „beweisen.“ Laut Elke Marxen würden den Mädchen „die Fehler immer vorgehalten [und] man wurde leicht vom Lehrer vorgeführt.“ Jungen durften sich sowohl im Unterricht, als auch in den Pausen deutlich mehr Fehler erlauben. Während von den Mädchen stets ein „gesittetes Verhalten“ erwartet wurde, durften die Jungen allgemein lauter sein und hatten insgesamt „mehr Freiraum.“

 

Die Schule selbst entwickelte sich in den 60er Jahren vor allem in puncto Ausstattung aber deutlich weiter, wenn man sie mit den 50er Jahren vergleicht. Zwar war die Unterrichtsatmosphäre immer noch kühl und der Lehrer eine absolute Autoritätsperson, aber zumindest stand mehr Geld für Lehrmittel zur Verfügung, sodass zumindest jeder Schüler sein eigenes Buch hatte. Ab 1964, als die Renovierungsarbeiten an der Schule abgeschlossen waren, konnten in den naturwissenschaftlichen Fächern nun auch Experimente durchgeführt und anschaulich erklärt werden, auch wenn dies meist der Lehrer machte.

 

Einige Schüler setzten sich auch ehrenamtlich für ihre Schule ein. Die SMV (vergleichbar mit der heutigen SV) organisierte beispielsweise Tanzveranstaltungen, welche immer gut besucht waren und auch die Schülerzeitung „Die Pause“ schrieb Artikel, welche von allen Schülern gelesen wurden. Regelmäßig fanden Klassenfahrten, beispielsweise nach Flensburg oder in die Lüneburger Heide, statt.

 

Auf die Frage, ob sie lieber heute zur Schule gegangen wäre, antwortet Elke Marxen mit einem klaren ja. Für sie war Schule immer nur „Mittel zum Zweck.“ Man ging morgens hin und mittags wieder nach Hause. Heutzutage ist die Unterrichtsatmosphäre eine ganz andere. Lehrer gehen auf ihre Schüler ein und diese müssen keine Angst mehr haben, von ihren Lehrern vorgeführt zu werden. 

 

Doch obwohl sich innerhalb der letzten 50 Jahre sehr viel verändert hat, gibt es auch einige Dinge die gleich geblieben sind. Dies fängt bereits mit dem Klassenfahrtziel in der Sexta an und hört mit den häufig relativ schlecht besuchten Elternsprechtagen in der Oberstufe auf.


[1] Quelle: Schulhomepage – Historie


Plätzchen, Pannen und Pleiten

Lehrerinterview Weihnachtsspecial

18.12.2017 (KÜ) Wir haben einige Lehrer nach ihrem Lieblingsweihnachtslied, nach drei Dingen, die an Weihnachten nicht fehlen dürfen, und nach ihrem schlimmsten Weihnachtsgeschenk gefragt. Herr Sterner war sich sofort sicher, dass „Last Christmas“ NICHT sein Lieblingsweihnachtslied ist, während Herr Heide sogar zugibt, eine bestimmte Radioversion des Liedes ganz gerne zu hören. Ansonsten findet Herr Heide „Leise rieselt der Schnee“ am schönsten. Herr Wendt und Herr Beckmann finden „Stille Nacht, heilige Nacht“ am besten, Frau Nagel und Herr Wiese „Little Drummer Boy“ und Herr Schmidt und Frau Herse sind sich ebenfalls einig. Sie betiteln „Sind die Lichter angezündet“ als ihr Lieblingsweihnachtslied. Für Frau Andritter-Witt darf „In der Weihnachtsbäckerei“ auf keinen Fall fehlen, die Weihnachtslieder gehören ihrer Meinung nach ganz klar dazu. Frau Schmidt dagegen findet „Walking in a Winter Wonderland“ am schönsten.

 

Bei den meisten Lehrern dürfen der Tannenbaum und die Familie an Weihnachten auf keinen Fall fehlen. An nächster Stelle steht natürlich das Essen. Bei Frau Herse und Herrn Schmidt ist das die Weihnachtsente, bei Herrn Beckmann und Frau Nagel der Lebkuchen. Da Herr Heide keine Lebkuchen mag, setzt er lieber auf Marzipan. Außerdem dürfen die Kekse nicht fehlen, finden Herr Faupel, Herr Wendt und Frau Andritter-Witt. Auch den Glühwein haben Frau Nagel und Herr Wendt nicht vergessen. Herr Sterner und Herr Heide sind sich zudem einig, dass man an Weihnachten Ruhe und Zeit brauche.

 

Als wir die Lehrer fragten, was denn das schlimmste Weihnachtsgeschenk sei, welches sie je bekommen hätten, kamen sie schon mehr ins Grübeln. Herr Sterner erinnert sich an eine Krawatte mit einem sehr hässlichen Comic-Aufdruck und Frau Herse an einen Pyjama mit Leopardenmuster aus Satin. Frau Schmidt verallgemeinert dies zu „gut gemeinte Kleidungsgeschenke von der Familie, die nicht ihrem Geschmack entsprächen“. Herr Wiese war von einer Wham-CD mit „Last Christmas“ alles andere als begeistert und Herr Wendt bekam einmal eine elektrische Orgel, obwohl er eigentlich einen Synthesizer wollte. Letzteres hat uns fast zu Tränen gerührt. Herr Heide weiß noch genau, dass er mit fünf Jahren eine hochtechnisierte Eisbahn geschenkt bekam, mit der er nichts anfangen konnte, und welche eher seinem Vater Freude bereitete.


Mit Frau Lyke ins Taka-Tuka-Land

Lehrerinterview mit Frau Lyke

04.12.2017 (KÜ) Nina Lyke ist nun schon seit September an unserem Gymnasium und unterrichtet hier die schönen Fächer Sport und Deutsch. Unter der Woche wohnt sie in Marne, aber an den Wochenenden verbringt Frau Lyke ihre Zeit in Kiel. Früher war Sport schon immer ihr Lieblingsfach. Außerdem spielt sie selbst Handball, mag aber generell alle Ballsportarten. Fächer wie Mathe, Chemie oder Physik konnten sie eher weniger begeistern.

 

Ihr erster Eindruck von der Schule war sehr positiv. Sowohl Lehrer als auch Schüler seien nett und die Ausstattung hier sei sehr gut. Als Sportlehrerin ist sie natürlich der Meinung, dass die Sporthalle ein bisschen größer sein könnte, aber das ist kein großer Kritikpunkt.

 

Die Deutschlehrerin liest in ihrer Freizeit gerne Romane, doch ein absolutes Lieblingsbuch fiel ihr auf die Schnelle nicht ein. Eines ihrer Lieblingszitate ist aus den Pippi-Langstrumpf-Büchern: „Sei frech, wild und wunderbar.“

 

Wäre Frau Lyke jetzt nicht Deutsch- und Sportlehrerin an unserer Schule, dann hätte sie wahrscheinlich etwas Kreatives gemacht und wäre vielleicht im Marketingbereich tätig. Außerdem wäre sie gerne eine Schildkröte, weil diese immer so gelassen und entspannt sind. Im Gegensatz zu den anderen Lehrern würde Frau Lyke lieber sehr weit in die Zukunft als in die Vergangenheit reisen können. Ihre Ziele im Leben sind Gesundheit, eine kleine Familie und natürlich guter Unterricht.


Mit der Eisenbahn zur Schule

Ein Interview mit Uwe Graage über die Schulzeit am Marner Gymnasium in den frühen 50er Jahren

27.11.2017 (RE) Schon der Schulweg sah für die rund 400 Schüler, die Anfang der 50er Jahre das Marner Gymnasium, welches damals noch Kaiser-Wilhelm Schule hieß deutlich anders aus, als bei den meisten Schülern heute. Busse fuhren nicht regelmäßig und ein Auto besaßen die meisten Familien gar nicht. Und wenn man eines besaß, wurden damit ganz sicher nicht die Kinder in die Schule gefahren. Wollte man also zur Schule mussten man oft lange Radfahrten in Kauf nehmen, oder den Preis für die Eisenbahn bezahlen, mit der viele Schüler zwischen St. Michel und Friedrichskoog zur Schule kamen. Einzig die etwa 160 Schüler aus Brunsbüttel, denn das Brunbütt‘ler Gymnasium gab es zu der Zeit noch nicht, wurden jeden Tag mit einem Gelenkbus zur Schule und auch wieder nach Hause gefahren.

 

Aber auch die Atmosphäre in der Schule unterschied sich enorm von der, die wir heute kennen. Die 50er sind allgemein als konservative Nachkriegsjahre, die vom Wiederaufbau geprägt sind, bekannt und genau dies spiegelt sich auch in der Schule wieder. Es herrschte allgemein ein sehr autoritäres Verhältnis. Die Lehrer, die in der überwiegenden Anzahl männlich waren, mussten mit großem Respekt behandelt werden und erwarteten von ihren Schülern sowohl im Unterricht, als auch auf dem Pausenhof ein hohes Maß an Disziplin. Eine normale Klasse bestand oft aus rund 40 Schülern, von denen teilweise bis zu 15 am Schuljahresende die Klasse wiederholen mussten. Allgemein war die Notengebung deutlich strenger, als es heute der Fall ist. So wurden die Note „sehr gut“ beispielsweise sehr selten vergeben.

 

Der Unterricht bestand ausschließlich aus Frontalunterricht und auch die Schulbücher waren in der Nachkriegszeit noch nicht auf dem neusten Stand, da der Schule hierzu das Geld fehlte. Die vorhandenen Schulbücher waren überwiegend aus den frühen 30er Jahren und standen auch nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung, sodass der Unterricht meist ganz ohne Schulbücher abgehalten wurde. 

 

Die Lehrer, von denen so gut wie alle vor dem Krieg Parteimitglied der NSDAP gewesen waren, genossen auch in der Öffentlichkeit an sehr großes Ansehen. Dies kam zum einen wegen der umfangreichen Ausbildung, die in den 50ern nur relativ wenige Menschen hatten (die Uni in Kiel beispielsweise hatte 1954 nur etwa 2000 Studenten)  und zum anderen daher, dass die Lehrer das Abitur vergeben oder verweigern konnten und somit über die Zukunft vieler Kinder entschieden.

 

Trotz der Geldknappheit und der vergleichsweise hohen Schülerzahl fanden immer wieder Ausflüge mit der Schule statt. So wurde beispielsweise eine Schifffahrt mit der ganzen Schule nach Helgoland organisiert und Klassenweise fanden Wanderfahrten in das Weser Bergland, nach Freiburg oder an den Rhein statt. Die Schülermitverwaltung (SMV) organisierte Feste und sammelte Geld für soziale Projekte.

 

Insgesamt beschreibt Herr Graage seine Schulzeit als eine schöne Zeit. Die Frage, ob er lieber heute zur Schule gegangen wäre, verneint er, denn:  „Überfluss ist nicht schöner als hart erarbeitetes Geld und jede Zeit hat ihre Vor- und Nachteile.“


Schritt 1: Das große Buddeln

Mission Wärmepumpe

13.11.2017 (KÜ) Am 15.09.2017 begann unser großes Projekt. Eine Wärmepumpe soll zukünftig für ein geheiztes Energiehaus sorgen und wir, die Schüler der Klasse 10a, haben die Aufgabe,  gemeinsam mit unserer Klassenlehrerin  Frau Dreeßen dieses Projekt zu verwirklichen.

 

So startete im September das Projekt mit einer großen Buddelaktion. Eine ausgewählte Gruppe von Schülern bewaffnete sich an einem Freitagmorgen mit einer Vielzahl von Spaten,  eingekleidet in Gummistiefel und Buddelhosen, und begann eifrig einen Loch mit einer Tiefe von 80cm zu graben.

 

Schnell merkten unsere Mitschüler, dass diese Aufgabe schwieriger sein würde als zuvor erwartet. Nachdem die oberste Sandschicht weggeschaufelt und in eine der beiden Schubkarren gehäuft wurde, trafen sie nämlich auf den schweren Marschboden, der in Dithmarschen natürlich keine Seltenheit ist. Bereits nach zwei Schulstunden ließ die Kraft und Motivation etwas nach, aber trotzdem buddelten die Schüler zwei weitere Schulstunden und konnten das Loch so noch rechtzeitig ausheben.

 

Danach musste das Loch noch mit etwas Rollkies gefüllt werden, der vom Elternteil eines Schülers gespendet wurde. Auch dies vollbrachten die Auserwählten mit Bravur.

 

Serie: Wärmepumpe fürs Energiehaus


Happy Reformationstag!

500-jähriges Luther-Jubiläum an unserer Schule

08.11.2017 (MO/WR) Am 31.10.17 feierte die evangelische Kirche den 500. Reformationstag. Vor ziemlich genau einem halben Jahrtausend schlug Martin Luther seine berühmten 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg. Auch an unserer Schule stimmten sich die Schüler und Lehrer am 30. Oktober auf das Jubiläum ein.

 

In der ersten großen Pause haben ein Oberstufenschüler und zwei Oberstufenschülerinnen für Aufsehen gesorgt. Sie standen als Martin Luther verkleidet auf Podesten in der Pausenhalle. Dabei hielten sie verschiedene Gegenstände wie die Bibel oder einen Kürbis in den Händen. Besonders die Unterstufe war fasziniert, da sich die drei älteren Schüler 20 Minuten lang nicht bewegten.

 

Nach der sechsten Stunde verteilten mehrere Schüler im Luther-Kostüm vor dem Haupteingang und auf dem Schulhof Süßigkeiten. Außerdem folgten einige Klassen Martin Luthers Beispiel: Sie hingen verschiedene Plakate im Flur und in der Pausenhalle auf. Auf diesen war etwa eine Woche lang zu lesen, was Schülerinnen und Schüler verschiedenen Alters an unserem Gymnasium verändern würden. Sie forderten zum Beispiel das Abi nach 10 Jahren, weniger Hausaufgaben, Regenpausen und einen freien Tag nach Rosenmontag.


Die ersten Wochen als Sextaner

Eine Fünftklässlerin deckt auf

06.11.2017 (Linja aus der 5a) Hallo mein Name ist Linja Rescher. Ich möchte euch erzählen, wie mir meine neue Schule gefällt.

 

Ich gehe in die Klasse 5a und mein Klassenlehrer ist Herr Krackert. Er ist aus meiner Sicht sehr nett, eigentlich finde ich alle Lehrer, die ich habe, okay. Als erstes fand ich die Schule sehr groß, jetzt, wo man aber das meiste kennt, ist sie recht übersichtlich. Wenn man (wie ich) von so einer kleinen Grundschule im Dorf kommt, wo es nur ca. 50 Kinder gibt, ist es eine Umstellung, wenn man dann auf so eine große Schule kommt. Trotzdem fand ich das Gymnasium von Anfang an schön.

 

Die ersten Tage bin ich immer sehr aufgeregt gewesen und hatte auch ein bisschen Angst. Das ging aber nach einer Woche weg.

 

Mein Klassenraum ist DE1 und weil wir einen Teppichboden haben, dürfen wir nichts essen und nur Wasser trinken. Das finden wir alle total doof. Trotzdem finden wir es alle sehr schön hier.


Hessisch für Anfänger

Lehrerinterview mit Herrn Hillenbrand

30.10.2017 (KÜ) Daniel Hillenbrand ist nun schon seit September 2015 an unserer schönen Europaschule und unterrichtet hier mit viel Hingabe die Fächer Geographie, Geschichte, Religion, Wirtschaft & Politik und Philosophie. Damals hat er sich unteranderem für das Gymnasium Marne entschieden, weil er die Schule sehr schön und gemütlich fand. Zurzeit lebt er mit seiner Freundin, die ebenfalls Lehrerin an unserer Schule war, in Diekhusen-Fahrstedt. Ursprünglich kommt Herr Hillenbrand allerdings aus Hünfeld bei Fulda, was ziemlich genau 500km von hier entfernt ist. 

 

Schon als kleiner Junge mochte Herr Hillenbrand Chemie nicht besonders und könnte er heutzutage ein Fach abschaffen, würde er wahrscheinlich eine Fremdsprache weniger unterrichten lassen. Da er bereits seit mehr als vier Jahren Schüler- und Schülerinnen belehrt, ist ihm viel Lustiges passiert. Einmal aß ein asiatischer Schüler eine Reiswaffel und sagte dann zu ihm: „Gucken Sie mal, ich bin ein wandelndes Klischee.“

 

Der gebürtige Hesse liest sehr gerne in seiner Freizeit. Zu seinen Lieblingsbüchern gehören „Der Schwan“ und „Das letzte Königreich“. Auch im Thema Filme und Serien kennt  der Geograph sich bestens aus. Serien wie „Star Trek“, „Game of Thrones“, „Vikings“ und „Rome“ zählt er zu seinen Lieblingen. Richtig gute Laune kommt bei ihm auf, wenn er Synthie Pop, Elektronische Musik oder hin und wieder Mittelalterrock hört. Sein Lieblingszitat ist „I hate war.“ von Dwight Eisenhower.

 

Seine Ziele im Leben hat Herr Hillenbrand schon großenteils erreichen können. Dazu zählt auch ein Beruf an dem er Spaß hat. Wenn er die Möglichkeit hätte, ein Tier zu sein, wäre er deswegen wahrscheinlich eine Eule, um bis spät in die Nacht arbeiten zu können. Der Geschichtslehrer hätte sich auch vorstellen können, Archäologe zu werden. Außerdem würde er gerne in die Antike, ins Mittelalter oder ins alte Rom reisen können.

 


Es lebe die Internationalität

Europatag an unserer Schule

Auch in diesem Schuljahr fand an unserer Schule wieder der Europatag statt. Aufgrund des Gesamttreffens der Teilnehmer des Erasmus-Projekts in Marne, wurde der Termin vom offiziellen Tag, dem 9. Mai, um einige Monate vorverlegt. Die Chance, dass Schüler und Lehrer aus vier verschiedenen Ländern ihr Land präsentieren, wollte man sich nicht entgehen lassen.

 

Aber auch die Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums bereiteten sich auf den Tag vor. Klassenweise wurden am Vormittag Informationen zu je drei verschiedenen Ländern herausgearbeitet. Dabei wurde sich Jahrgangsweise, beispielsweise mit den Schwerpunkten Musik, Tourismus oder Wirtschaft beschäftigt.

Innerhalb von fünf Stunden verwandelte sich die Schule so von einem Ort des Lernens zu einem Ort des interkulturellen Zusammentreffens, zu dem sowohl Schüler, als auch Eltern, Bekannte und Interessierte eingeladen waren. Neben  Powerpoint-Präsentationen und Plakaten, die es anzuschauen gab, konnten die Besucher ihr Wissen bei „Wer wird Millionär – á la Gymnasium-Marne“ testen, selbstgemachte Rumkugeln essen und sich in der Mensa durch die kulinarischen Spezialitäten der anwesenden Erasmus-Länder probieren


Vom Lieblingslehrer zum Vorlese-Opa im Kindergarten

Lehrerinterview mit dem ehemaligen Lehrer Herrn Krebs

18.09.17 (MO/WR) Wir haben letztens den ehemaligen Chemie- und Biolehrer Herrn Krebs interviewt. Er wohnt mit seiner Frau, die Lehrerin und Unterstufenleiterin an unserem Gymnasium ist, zusammen in Itzehoe. Willi Krebs ist am 29.12.1948 geboren und hat 36 Jahre lang an unserer Schule unterrichtet. Dies hat ihm sehr viel Spaß gemacht und er hat viel Schönes erlebt. Da es auch stressige Phasen gab, vermisst er nur die Arbeit mit den Schülern sowie das Gespräch mit seinen Kollegen. Mit diesen verstand er sich größtenteils gut.

 

Spontan fiel Herrn Krebs keine besonders lustige Geschichte aus dem Unterricht ein. Allerdings erinnert er sich an eine Autofahrt von der Schule nach Hause, wo er sich mit Frau Krebs über den Schultag ausgetauscht hat.  Herr Krebs erzählte ihr, dass er in Bio mit einer fünften Klasse das Tier mit K durchnehmen würde. Seine Frau fragte ihn daraufhin, ob es die Katze sei. Er antwortete nur: „Ne, Kläpper!“

 

Herr Krebs erzählte uns auch etwas über seine eigene Zeit als Schüler. Schon damals war Bio seine Nummer 1 unter den Schulfächern, Deutsch mochte er dagegen nicht so sehr. Ob es da Zufall ist, dass er vor 24 Jahren eine Deutschlehrerin geheiratet hat?

 

Von Frau Krebs erfährt er zwischendurch, was an der Schule geschieht.  Unsere Europaschule nennt er gerne „Insel der Glücksseligkeit“, da alles klein und überschaubar ist, oder anders ausgedrückt: „Die Welt ist noch in Ordnung“.

 

Auf der Favoritenliste von Herrn Krebs steht als Lieblingsfilm „Shaun das Schaf“ ganz oben. Außerdem liest er gerne skandinavische Krimis. Sein Lieblingszitat lautet: „Don‘t worry, be happy!“

 

Wäre Herr Krebs kein Lehrer geworden, hätte er entweder als Offizier oder als Biologe gearbeitet. Zurzeit geht er einmal pro Woche in den Kindergarten. Dort freuen sich die Kinder immer auf ihren Vorlese-Opa, der ihnen tolle Geschichten vorliest.

 

Herr und Frau Krebs reisen gerne. Sie haben schon viele Länder der Erde besucht. Ein weiteres Ziel wäre Kanada. Würde Herr Krebs durch die Zeit reisen können, würde er in die Vergangenheit gehen, da er gar nicht wissen möchte, was in der Zukunft geschehen wird. Einer seiner größten Wünsche ist es, seine Enkelkinder aufwachsen zu sehen.

 


Events am Ende des Jahres

Abistreich und Bundesjugendsspiele 2017

14.07.2017 (BO) Auch in diesem Jahr haben die Abiturienten und Abiturientinnen sich wieder etwas Lustiges für den Abistreich einfallen lassen. Als Termin wählte man den Donnerstag nach den mündlichen Prüfungen, den 29.06.2017. Zu Anfang der vierten Stunde wurden alle Klassen durch eine legendäre Durchsage auf den Schulhof gerufen, wo sie schon von mit Wasserpistolen bewaffneten Abiturienten und lauter Musik erwartet wurden. Wie auch schon im vorherigen Jahr war ein Pool aufgebaut und die Schüler waren mit diversen Spielen unterhalten worden wie beispielsweise einem Fußballspiel der Lehrer mit verbundenen Augen und einer „Herzblatt“-Show mit Herrn Werther.

14.07.2017 (BO) Nachdem die Bundesjugendspiele am Freitag, dem 30.06.2017 wegen Regens nicht stattfinden konnten, bestimmte man den darauffolgenden Dienstag, den 02.07. als neuen Termin. Pünktlich um acht fanden die Riegen sich zusammen und nachdem alle Schüler und Schülerinnen ihre persönlichen Wünsche bezüglich der Disziplinen geäußert hatten, konnte es losgehen. Einige Lehrer und Schüler der Oberstufe, die sich als Riegenleiter bereit erklärt hatten, führten die Gruppen zu den verschiedenen Stationen. Um die Wartezeit an diesen möglichst schnell herumzubekommen, wurde in den Riegen viel gelacht und sich unterhalten. Wegen Zeitmangels konnte nicht jede Riege alle drei Disziplinen ablegen, weshalb die Ergebnisse bei einigen Schülern nun verfälscht sind. Anschließend konnten die Klassenstufen fünf bis sieben ihr Talent im Schwimmen, Inlinerfahren und Laufen im Triathlon unter Beweis stellen, während der achte bis zehnte Jahrgang klassenweise sein Bestes im Fußball, Beachvolleyball und Streetball geben konnte.

 



Für jeden was dabei

Das Ganztagsprogramm an unserer Schule

07.07.2017 (KÜ) Die offene Ganztagsschule, abgekürzt auch OGTS, bietet für Schüler- und Schülerinnen viele unterschiedliche  Lern- und Freizeitmöglichkeiten. Geleitet wird der Ganztag von Herrn Sterner, der dabei von Frau Borwieck, der Sozialarbeiterin unserer Schule, unterstützt wird. Das läuft nun schon so seit Schulbeginn 2012/2013 unter  dem Motto „Zeit für mehr“.

 

Bei der OGTS gibt es drei elementare Säulen. Diese sind zum einen die Hausaufgabenzeit, dann die Mittagsbetreuung  und natürlich die vielen  Arbeitsgemeinschaften und Nachmittagsangebote. Bei der Hausaufgabenzeit werden die Hausaufgaben unter Beaufsichtigung angefertigt und demnach wird dort auch gründlicher gearbeitet. Das warme Mittagessen holten sich die Schüler- und Schülerinnen zuvor in der Mensa. Die angebotenen Nachmittagsprogramme sind sehr vielseitig. Von Schach über Technik bis zum eigenen kleinen Kräutergarten ist fast alles dabei. Zudem beinhaltet die OGTS viele sportliche Aktivitäten wie Schwimmen, Pferdesport oder Tennis. Zusätzlich gibt es die sogenannte Englisch/Mathe Werkstatt. Dort lernen die Schüler zusammen mit Gleichaltrigen und einem Lehrer oder einen Lehrerin das jeweilige Fach, welches ihnen meist schwerfällt oder üben für anstehende Klassenarbeiten. 

 

Es gibt noch mehr Gründe dem Ganztag beizutreten, denn durch diese Freizeitmöglichkeiten können die Schüler- und Schülerinnen sich auch besser mit unserer Schule identifizieren. Außerdem haben berufstätige Eltern oft Schwierigkeiten ihr Kind unterzubringen, besonders wenn diese noch etwas jünger sind. Dabei werden natürlich nicht nur die Schwächen der  Schüler werden gefördert, sondern auch die Interessen und Stärken.

 

Die Teilnahme am offenen Ganztag ist natürlich freiwillig, aber auch nicht kostenlos. Die Schüler- und Schülerinnen bezahlen 40€ pro Schuljahr, für Geschwisterkinder allerdings nur  30€. Der Anmeldebogen kann im Sekretariat abgeholt oder auf der Schulhomepage gedownloadet werden. Bei einer Anmeldung sollte man mindestens ein halbes Jahr mitmachen, damit der Ganztag besser geplant werden kann.

 

Serie: Über die Schule 5/6


Die Trennung der 5c

Mini-Reporter zum ersten Mal im Einsatz

08.05.17 (Nadja, Aenne und Josy aus der 5a) In der letzten Schulwoche vor den Winterferien wurde uns von Mitschülern gesagt, dass unsere Klasse, die 5c, angeblich getrennt werden solle. Wir wollten das nicht wahr haben und glaubten es erst gar nicht. Alle dachten, die anderen hätten sich das nur ausgedacht. Aber später in einer Unterrichtsstunde mit unserer Klassenlehrerin Frau Thamling erfuhren wir, dass alles stimmte und die 5c tatsächlich aufgelöst wird. Alle waren sehr traurig. Die Klassensprecher sind daraufhin zu Herrn Beckmann gegangen und haben ihn gefragt, ob es nicht eine andere Lösung gebe.

 

Herr Beckmann erklärte uns, dass es vor den Sommerferien doppelt so viele Abiturienten gab als normalerweise. Dementsprechend brauchte man auch mehr Lehrer. Dann kamen wir an die Schule und es konnten drei neue Klassen gebildet werden. Irgendwann musste Herr Beckmann aber doch ein paar Lehrer wegen der geringeren Schülerzahl abgeben. So reichten die Lehrerstunden nicht mehr für drei Klassen, sondern nur noch für zwei.

 

Ungefähr die Hälfte unserer Klasse ist in die 5a gekommen, die andere Hälfte in die 5b. Der Wechsel in die 5a war gar nicht so schlimm, wie wir uns das vorgestellt hatten. Man sieht seine alten Freunde in der Pause und findet ganz schnell neue Freunde in der neuen Klasse.


Die Qual der Wahl

Das Fächerangebot am Gymnasium Marne

17.03.17 (JO) Ab der fünften Klasse bekommt man zusätzlich zu der neuen Schule auch noch neue Fächer hinzu. Die Neuen erhalten dann anstatt HWS (Heimat-Welt und Sachkunde) in der Grundschule Biologie und Geographie als separate Fächer. Außerdem ist es ihnen möglich bei der Anmeldung für die Schule noch einen bilingualen Vorkurs, durch den man dann Geschichte auf Englisch in der siebten Klasse wählen kann, nachdem in der sechsten Klasse erst einmal Geschichte auf Deutsch dazukommt. Zum Wechsel in die siebte Klasse und damit in die Mittelstufe müssen die Schüler eine zweite Fremdsprache wählen, entweder Latein oder Französisch.  Zusätzlich zu dieser erhält man Physik. In der achten Klasse ist es wieder Zeit zu wählen, und zwar das Wahlpflichtfach für die Neunte. Entweder Französisch oder Latein, entsprechend der vorherigen Wahl, oder Astronomie. Entsprechend dieser Wahl werden, vorausgesetzt es passt vorher von den Kursen her nicht gut, wieder die Klassen gemischt, aber das ist die letzten drei Jahre ausgefallen. Außerdem sind WPO und Chemie neu. Wenn man in die elfte Klasse, damit in die Oberstufe, kommt, muss man ein Profil  wählen. Zur Auswahl stehen das Sportliche, das Sprachliche, das Gesellschaftliche mit jeweils Erdkunde oder Geschichte und das Naturwissenschaftliche mit jeweils Biologie oder Physik. Dann hat man auch nicht mehr wirklich Klassen, sondern nur noch die Profile. Zusätzlich gibt es noch optional Spanisch und Darstellendes Spiel als Fach. Zu Beginn des 13. Schuljahres werden von den Schülern und Schülerinnen 4 bzw. 5 Abiturfächer gewählt.

 

Serie: Über die Schule 4/6

 



Busengel verleihen Flüüüügel

Interview mit den Busengeln

(KÜ) Wir haben zwei Busengel getroffen und sie mit Fragen nur so durchlöchert. Diana Violetta Loza und Helen Sophie Lucks (beide 9a) haben sich dazu entschieden, Busengel zu werden, weil sie es im Bus  einfach zu chaotisch fanden.  Nicht nur das ständige Gedränge vor dem Bus, sondern auch das unangebrachte Verhalten im Bus stört, immer wieder. Deshalb gibt es die Busengel. Sie sorgen für Ruhe und Ordnung und greifen auch dem Busfahrer damit ein bisschen unter die Arme.

 

Ein Busfahrer hat den Jugendlichen auch das richtige Verhalten beigebracht und ihnen gezeigt wie sie bei Regelverstößen oder Streitereien reagieren sollen.

 

Am Anfang sei man noch ein bisschen unsicher und wisse nicht genau, wann man eingreifen solle, erzählt uns Diana. Aber mittlerweile haben beide sich daran gewöhnt und auch die meisten anderen ihrer Mitfahrer  respektieren sie. Oft sind es nämlich noch jüngere Schüler, auch von der Grundschule, die noch nicht wissen, wie sie sich im Bus verhalten sollen. Diana, Helen und die anderen Busengel sorgen zum Beispiel dafür, dass eine Schlange gebildet wird, wenn der Bus kommt, und dass keiner sich von jemand anderen gestört fühlt. „Wir haben die Verantwortung, dass den Schülern nichts passiert“, sagt Helen, die nun seit einem halben Jahr ein Teil der Busengel ist. An der Haltestelle passieren nämlich so allerhand kuriose Dinge. Diana erzählt, ein Junge sei einmal auf eine hohe Straßenlaterne geklettert und habe diese dann nicht mehr verlassen wollen. Das kann schon mal passieren.

 

Natürlich gibt es auch Busengel an der Reimer-Bull-Schule und deshalb sind manchmal sogar 4-5 in einem Bus. Besonders nach der sechsten Stunde ist der Bus immer sehr voll, daher ist es gut, wenn auch viele Busengel mitfahren und zusammenarbeiten können. Der Alltag eines Busengels ist manchmal nämlich sehr stressig.

 

Das Engagement der Busengel ist wirklich bemerkenswert und verdient vollsten Respekt.


Größer als je zuvor

Interview mit den Youth-to-Youthlern

(BO) In diesem Interview stellen sich die neuen Youthler Hannah Prien, Miriam Queitsch, Cyntia Kruse und Janne Maaß vor, die gemeinsam die 10a besuchen.

 

Seit Februar haben die Jugendlichen an vier Wochenenden viel über Mobbing und verschiedene Suchtkrankheiten  wie beispielsweise Alkohol-,  Mager-, Spiel- oder Kaufsucht gelernt. Im Zuge dieser Ausbildung besuchten sie an einem Nachmittag sogar das Kurfürstenhaus in Heide, in dem ehemalige Suchtkranke in einer Wohngemeinschaft zusammen leben. Am letzten Wochenende schlossen sie ihre Ausbildung ab, indem sie das Gelernte der letzten Seminare anwandten, um Präsentationen herauszuarbeiten, die sie von nun an in den Klassen vorstellen wollen. Dabei werden  Hannah Prien und Janne Maaß mit den Schülern der Orientierungsstufe die Themen Mobbing und soziale Ausgrenzung kurz anschneiden, während Cyntia Kruse und Miriam Queitsch sich mit den Siebt- bis Neuntklässlern tiefergehend über Süchte und deren Gefahren unterhalten.

 

Die vier Schülerinnen der zehnten Klasse suchen den Dialog zwischen Gleichaltrigen und versuchen diesen die Ängste vor sonst eher heikel behandelten Themen wie beispielsweise dem Umgang mit Alkohol und Drogen zu nehmen. Für offene Fragen stehen die Youth-to-Youthler immer zur Verfügung.

 

Als die Jugendlichen von zwei früheren Youth-to-Youthlern darauf angesprochen wurden, ob sie Lust hätten ihre Nachfolger zu werden, sagte die Mädchen zu. Auf diese Weise entstand der größte Youth-to-Youth Jahrgang, der seit Anbeginn dieses Projektes jemals existierte.

 

Betreut werden die Ehrenamtlichen durch den Jugendbeauftragten des Kreis Dithmarschen, Gerd Manzke, und Katrin Kapell, der Sozialarbeiterin der Reimer-Bull-Schule.

 

Das Zertifikat überreichte der Landrat Jörn Klimant.

 

Im Januar steht voraussichtlich eine Weiterbildung für die Schülerinnen an, damit sie ihre Kenntnisse über ihr Themengebiet auffrischen und erweitern können.


Weltoffenheit am Gymnasium Marne

Über die Fahrten an unserer Schule

(BO) An unserer Schule finden jedes zweite Schuljahr Klassen- beziehungsweise Jahrgangsfahrten statt.

Im ersten Halbjahr der fünften Klasse geht es für die Sextaner nach Glücksburg, um die Heimat und die neuen Klassenkameraden besser kennenzulernen. Doch nicht nur die nähere Umgebung wird auf den mehrtätigen Ausflügen erkundet, denn in der neunten Klasse beispielsweise führt das Gymnasium Marne Europaschule einen Austausch mit einer Partnerschule in Europa durch. Vermehrt erklären sich Schulen in Polen für dieses Programm bereit. Doch auch südlichere Länder Europas wie Italien, Portugal oder Spanien waren schon Ziele der Marner Schüler.

Auch der Sport wird an unserer Schule großgeschrieben, was die Skifahrt nach Bayrisch-Eisenstein (Bayern) in der siebten Klasse beweist.

In der Oberstufe sind die Schüler in der Gestaltung ihrer Klassenfahrten freier. Die Studienfahrt der Zwölftklässler wird jedes Jahr auf die Bedürfnisse der Klassengemeinschaft oder auf das Profilfach angepasst.

Nach dem Stress der Abiturprüfungen, des Abschlussballes und der Entlassungsfeier, treten die Abiturienten in der 13.Klasse ihre letzte Reise in der Schulzeit an. Ohne Lehrkraft fahren die Schüler auf eine selbstorganisierte Abschlussfahrt, um gemeinsam ein letztes Mal eine schöne Zeit zu verbringen.

Bei diesen aufs Alter der Klassenstufen abgestimmten Fahrten, steht der Spaß, die Stärkung der Klassengemeinschaft und das Kennenlernen neuer Kulturen im Vordergrund. Gerade wegen des Austauschs wird auf diesen Aspekt besonders viel Wert gelegt. Während der Zeit in der Familie ihres Austauschpartners lernen die Jugendlichen die Sitten und den Alltag des jeweiligen Landes kennen und können im anschließenden Gegenbesuch Gleichaltrigen Deutschland nahebringen.

Auch dort finden viele Ausflüge in der Umgebung statt. Wie auf allen Klassenfahrten des Gymnasiums Marne, um auf die spielerische Bildung der Schüler zu achten. Während der Kennenlernfahrt zu Beginn der Schulzeit beispielsweise, ist der Ausflug in die Phänomenta ein großes Highlight. Aber auch die Stadtführung durch Flensburg interessiert Viele. In Bayrisch-Eisenstein bekommen die Siebtklässler einen halben Tag Auszeit vom vielen Langlaufskifahren am Bretterschachten, um eigenständig das nahegelegene Tschechien erkunden zu können. Die Schüler haben auf den Klassenfahrten immer jede Menge Spaß mit ihren Freunden, lernen viel über die bereiste Gegend und gewinnen an Selbstständigkeit.

Serie: Über die Schule 3/6


Die ersten 100 Jahre des Gymnasium Marne

Historisches über unsere Schule

(KÜ) Die meisten Schüler- und Schülerinnen wissen nicht, wie das Gymnasium Marne sich von der Gründungszeit bis zum heutigen Zeitpunkt entwickelte. Denn diese Schule kann bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgt werden. In der Anfangszeit des zweiten Weltkrieges diente das heutige Gymnasium sogar als Lazarett.

Alles begann mit einer kleinen Rektoratschule, in der junge Menschen sich z.B. auf das Lateinstudium vorbereiten konnten. 1834 wurde dieses Rektorat aufgehoben und 1860 als eine Privatschule mit vorerst nur 18 Jungen weitergeführt. Als Schleswig-Holstein preußisch wurde, entwickelte sich die Privatschule zu einer kommunalen Realschule mit nur vier Klassen, wie auch vier Lehrkräfte. 1871 wurde dann der Name „Höhere Kirchenschule“ eingeführt.

Zwei Jahre später begann die Umgestaltung zu einer höheren Bürgerschule. Daraus wurde im Jahre 1896 eine lateinlose Realschule. Als die Schülerzahlen stiegen, musste dann ein größeres Schulgebäude errichtet werden. Dieses wurde 1913 fertiggestellt und erhielt den Namen „Kaiser-Wilhelm-Schule für Jungen“.

1920 nahm die Jungenschule erstmals Mädchen auf. Diese mussten, um auf die Schule zu kommen, eine Art Aufnahmeprüfung bewältigen. Bereits sieben Jahre später bekam die Realschule die Erlaubnis zur Oberrealschule. Nach zwei Jahren machten die ersten Schüler- und Schülerinnen dort ihr Abitur. Damals bekamen die Abiturienten einen verkleinerten, goldenen Bauernstab als Zeichen der Verbundenheit zu ihrer Heimat. Auch heute noch erhalten die Abiturienten diesen, allerdings in Form einer kleinen Brosche.

Zur Anfangszeit des Zweiten Weltkrieges wurde die Schule beschlagnahmt und für Lazarettzwecke genutzt, aber bereits im Januar 1946 könnte der Unterricht dort wieder aufgenommen werden. 1955 wurden dann die höheren Schulen in „Gymnasium“ unbenannt. Während der Sturmflutkatastrophe im Februar 1962 stand die Schule als Unterkunft zur Verfügung. Weil zu Ostern in diesem Jahr kein Lehrerwechsel stattfand, kam es zu einer Stabilisierung im Lehrerkollegium. In den darauffolgenden Jahren kämpfte das Gymnasium mit Lehrermängeln, Platzmangel und Unkosten für Reparaturen. Knapp zehn Jahre später absolvierten dann die ersten Schüler das Abitur nach den neuen Richtlinien. 1974 feierte die Schule dann endlich das 100jährige Jubiläum.

Es ist kaum zu glauben, wie sich die kleine Rektoratschule in diesem Zeitraum zum Gymnasium entwickelte.

 

Serie: Über die Schule 2/6


"Wir wollen etwas verändern!"

Das lustige Interview mit den neuen Aktionsleitern

(KÜ) In Zukunft werden wir von der Schülerzeitung nicht nur Lehrer interviewen, sondern auch Schüler-und Schülerinnen, die sich ehrenamtlich an unserer Schule engagieren.

 

Die ersten Jugendlichen, die wir euch vorstellen, sind die neuen Aktionsleiter Eva Hanßen (9b), Luk Hanssen (9b), Jule Wilkens (9b), Laura Sophie Dohrn (9c) und Oke Güths (9c). An drei Wochenenden haben die fünf Schüler-und Schülerinnen gelernt, Konflikte zu lösen, Sportgruppen zu leiten und auf jüngere Schüler aufzupassen. Außerdem haben sie einen Erste-Hilfe-Kurs besucht  und Workshops zusammen mit den Teilnehmern des JES-Meetings belegt. „Wir wollen uns sozial engagieren und etwas an der Schule verändern“, erzählt uns Eva Hanßen. Auch die Arbeit mit Kindern mache den Jugendlichen sehr viel Spaß.

 

Momentan ist ihre Aufgabe an unserer Schule, Konflikte und Probleme in der 6a, die meist in den Pausen auftreten, zu lösen. Zudem planen die Mädchen und Jungen zum Ansprechpartner, besonders für unsere jüngeren Schüler, zu werden und in den Pausen mit kleinen Pausenspielen für etwas mehr Action auf dem Schulhof zu sorgen.

 

„Let’s make Gymnasium Marne great again!“, scherzt Luk Hanssen lachend. Die neuen Aktionsleiter sprudeln nur so vor Energie und guter Laune. Wir sind sehr gespannt, was sie in Zukunft noch an unserer Schule verändern werden.

 


Machtmonopol in einer Klasse

Acht Schüler aus der Q1b sind in der neuen Schülervertretung

(HA) Am Donnerstag, den 06. Oktober, wurde die neue Schülervertretung für das Schuljahr 2016/17 gewählt. Dazu versammelten sich alle Klassensprecher und die alte SV in der ersten und zweiten Stunde in der Aula. Auch andere Schüler, die ein Amt übernehmen wollten, kamen noch dazu. Dann ging es los. Nachdem die Anwesenheit aller Klassen kontrolliert wurde, wurden die neuen Schülersprecher Sina Fenck und Sophie Nagies vorgestellt. Anschließend wurden die Präsidentschaftskandidaten Josefa Boll und als Fize Kai Grüneklee gewählt. Die Kassenwarte Ann- Kathrin Schulz und Jonna van den Berg wurden per Direktwahl als einzige Kandidaten der SV hinzugefügt. Bastian Peters meldete sich als Protokollant. Die Beisitzer wurden Tjorven Stelck, Luisa Nagies und Arber Berisha. Anschließend wurden jeweils zwei Schüler in die Fachschaften eingetragen. Da leider ein erheblicher Mangel an Freiwilligen vorhanden war, haben manche Schüler erst nach langem Zögern eine oder gleich zwei Fachschaften übernommen. Anschließend wurden die Unter-, Ober- und Mittelstufensprecher gewählt. Die neuen Umweltbeauftragten sind Ann-Kathrin Schulz und Tjard Dommermuth. Abgeordnete des Landesschülerparlaments ist Lea Haider. Zum Schluss bedankte sich die alte SV noch einmal, bevor die neuen Schüler und Schülerinnen  ihre Ämter für ein Jahr antraten.

 


Auf vierzehn Schüler kommt ein Lehrer

Das hat das Gymnasium Marne Europaschule zu bieten

(JO)  Das Gymnasium Marne Europaschule ist ein Gymnasium mit G9, nur der aktuelle Abi-Jahrgang hat noch G8.  Gerade haben wir ca. 630 Schüler, die aus 10 verschiedenen Grundschulen hergekommen sind, und 47 Lehrkräfte. Schulträger ist der Kreis Dithmarschen. Wir sind bereits seit 2003 eine Europaschule und haben eine Menge Partnerschulen, unter anderem aus Singapur und Indonesien. Schulleiter ist Herr Beckmann und stellvertretender Schulleiter Herr Wiese. Einer der Schwerpunkte unserer Schule ist die Begabtenförderung, dessen Leiter Herr Mißfeldt ist. Außerdem wird Wert auf den Ganztag gelegt, der von Herrn Sterner geleitet und von Frau Borwieck unterstützt wird. Zudem ist unsere Schule zum Stützpunkt für Transfer und Unterrichtsentwicklung in den Naturwissenschaften ernannt worden und ist Partnerschule des Hauses der Astronomie in Heidelberg. Die Unterstufe geht von der fünften bis zur sechsten Klasse, die Mittelstufe von der siebten bis zur zehnten Klasse und die Oberstufe von der elften bis zur 13. Klasse. Ihre Leiter sind Frau Krebs, Herr Mißfeldt und Herr Faupel in dieser Reihenfolge. In der Oberstufe gibt es 4 Profile  mit insgesamt 6 verschiedenen Profilfächern. Da darunter auch ein Sportprofil liegt, kommen sogar Schüler aus umliegenden Gymnasien im ersten Jahr der Oberstufe dazu. Unsere Schule wurde außerdem zur Nationalparkschule ernannt und als Zukunftsschule ausgezeichnet. Aufgrund unseres Titels als Europaschule finden regelmäßig Austausche und Projekte mit den anderen Schulen statt, zum Beispiel der Pflichtaustausch für die neunten Klassen.

 

Serie: Über die Schule 1/6

 


Disneyfiguren tanzten durch die Schule

Selbst das Gewitter konnte dem Unterstufenfest nichts anhaben

Marne (JO) Statt üblicherweise im Herbst fand das Unterstufenfest für die fünften bis siebten Klassen am 24.Juni in der Pausenhalle unserer Schule statt. Frei nach dem Motto Disney wurde alles geschmückt. Die SV bereitete bereits in der fünften Stunde mit einigen freiwilligen Schülern und der Technik AG alles vor. Bunte Scheinwerfer und eine Sofaecke erwarteten die Schüler, die sich ab um halb sechs alles neugierig ansahen. Während Josefa Boll (Q1a) den Abend eröffnete, lief schon Musik und auch die Snacks waren bereit zum Verkauf.

 

Die Schüler tanzten ausgelassen, lachten oder setzten sich in Gruppen zusammen. Einige spielten noch am Klettergerüst, bis die ersten Spiele begannen. Bei Stopptanz, Zeitungstanz und Limbo vergaßen sowohl die Lehrer, die motiviert mitspielten, als auch die Schüler das Gewitter, welches über die Schule fegte. Die Gewinner der Spiele bekamen jeweils eine Naschietüte geschenkt. In den Pausen hatten die Schüler Zeit, für das ihrer Meinung nach beste Kostüm abzustimmen.

 

Nach vielen Stunden des Spaßes wurde dann auch schon der Sieger bekannt gegeben. Platz eins ging dabei an Maya Ottmar (6b), Platz zwei an Nina Sophie Radunz (6c)  und Platz 3 an Lykke Nina Schnoor (6c). Sie gewannen jeweils Gutscheine für die Mensa. Durch die Verabschiedung durch Josefa Boll fand der Abend auch schon bald ein Ende. Da um 22 Uhr die Alarmanlage der Schule angehen würde, mussten die letzten Unterstufenschüler die Schule eine Stunde zuvor  verlassen. Danach baute die SV mit Hilfe der Technik AG und Frau Ulrich ab. In allem war es ein gelungener Abend, an dem alle viel Spaß hatten.


Endlich mal etwas Anderes

Hüpfburg und Pool machen es zum besten Abistreich seit langem

Marne (KÜ) Am 04. Juli war es am Gymnasium Marne mal wieder soweit. Fast alle Abiturienten hatten ihr Abitur in der Tasche. Natürlich durfte der Abistreich da wie in jedem Jahr nicht zu kurz kommen.  

 

 Anders als in den letzten Jahren, wo der Abistreich direkt am Morgen anfing, startete der Streich mit einem Feueralarm gegen Ende der dritten Unterrichtsstunde. Alle Schüler gingen zu den Sammelplätzen, wo sie dann von den Abiturienten mit Wasserpistolen auf den Schulhof gebracht wurden. Jeder wollte schauen, was die Abiturienten sich dieses Jahr haben einfallen lassen haben. Dank des Nieselregens, der uns schon alle am Anfang durchnässte, störten die Wasserpistolen nicht mehr so stark. Es dauerte ein wenig bis der Feueralarm aufhörte und man dann auch die Musik hörte, die diesmal nicht auf dem Wagen war. Sie wurde von der Technik AG unter der Überdachung aufgebaut. Das riesige mit Klopapier verzierte Klettergerüst in der Mitte des Schulhofes war genau so wenig zu übersehen, wie die Schüler, in deren Gesicht mit Lippenstift Abi 2016 und Ähnliches stand. Dazu befand sich eine große Hüpfburg auf dem Rasen. Ein Highlight war auch der eiskalte Pool, der aus Heuballen und einer großen Plane gebaut wurde, während wir noch alle im Unterricht saßen.

 

 Für das Wohl der Schüler war natürlich auch gesorgt. Anwesend war ein Eisstand der Eisdiele aus der Umgebung und auch die zwölfte Klasse verkaufte Kuchen.  Die große, bunte Hüpfburg war schnell von den Unterstufenschülern eingenommen und es änderte sich auch den gesamten Vormittag über nicht. Bei einer anderen Station sah es etwas anders aus. Erst standen einige um den Pool herum und schauten zu, wie ein paar Wagemutige bereits hinein gesprungen waren. Später haben vermehrt einige Schüler, die meist Freunde oder Geschwister der Personen des Abschlussjahrganges waren, gegen ihren Willen ein kühles Bad genommen.

 Auf dem Schulhof selbst standen, saßen oder tanzten die Schüler fleißig und genossen ihre unterrichtsfreie Zeit. Ein Großteil der Lehrerschaft fand in der „Lehrer-Ecke“ Platz. Ausgestattet mit Keksen und dem Kuchenstand in der Nähe, gab es auch bequeme Sitzmöglichkeiten. Zudem waren so immer schnell Lehrer für die Spiele gefunden, da der Bereich mit Band abgesperrt wurden war. Bei den Spielen waren sowohl neue, frische Ideen dabei als auch einige bereits bekannte. Beispielweise bewiesen sich so einige Lehrer beim Holzhacken.

Während Herr Beckmann dort gewann, verlor Herr Saure haushoch. Herr Sterner und Herr Werther sangen mit einigen Schülern ihren „Rap“, so wie schon einige Jahre zuvor so manch anderer Lehrer. Noch viele andere Spiele wurden gespielt und die Laune wurde immer besser.

 

Auch für die Schüler waren ein paar Spiele vorbereitet. Es wurden mehrere Runden Stopptanz gespielt, bei denen fast nur die Unterstufenschüler motiviert mittanzten. Natürlich gab es auch Ausnahmen. Dann traten zwei der kleineren Schüler gegeneinander im Schokokuss-Wettessen an. Beide wurden wild von ihren Freunden und Klassenkameraden angefeuert. An ihren Gesichtern erkannte man gut, dass es ein harter Kampf gewesen war, bei dem letztendlich der Bessere nur knapp gewann. Die älteren Klassen hingegen feierten lieber mit dem Abiturjahrgang zusammen. Gegen Ende der sechsten Stunde verließen die meisten Schüler das Schulgelände, während andere noch einmal auf ihre Vollständigkeit kontrolliert wurden. Doch damit war der Abstreich nicht vorbei. Normalerweise übernachteten die Abiturienten immer die Nacht vor dem Streich auf dem Schulhof, aber diesmal war es anders. Erst an dem Tag übernachteten sie in den Turnhallen, wo sie noch bis spät in der Nacht feierten und Musik hörten. So blieb auch der eine oder andere Streich nicht aus. Am nächsten Tag fanden nämlich die Bundesjugendspiele statt und die Sprung- und Stoßgruben waren über Nacht mit großen, kleinen und mehr oder weniger schönen Blumen und Sträuchern bepflanzt wurden. Diese mussten dann von einigen Schülern, die aufgrund von Krankheiten oder zu hohem Alter nicht an den Bundesjugend teilnahmen, mühsam wieder ausgegraben werden. Zudem mussten die letzten verbliebenen Abiturienten am Morgen los ziehen und die Schachfiguren von dem großen Schachfeld im Innenhof suchen, die sie verteilt auf dem Schulhof, dem Sportplatz und dem Dach auch fanden. So endete ein von vielen Schülern als unterhaltsam bewerteter Abstreich ohne großen Ärger. Auch kaputt gegangen war nur sehr wenig, so dass nicht noch einmal große Kosten für jeden aus dem Abschlussjahrgang entstanden.

 

Später sah man trotzdem noch hin und wieder den ein oder anderen Abiturienten. Denn wie in jedem Jahr, durften die Abschlussklassen eine der Wände hinter den Biologie-Räumen mit einem Bild zu ihren Motto, welches „Kabitän Blaubär – Immer blau trotzdem schlau“ lautete, und ihren Namen verschönern. Ebenfalls zwei Schüler aus dem Jahrgang, die freiwillig zurück getreten waren, wurden mit den Worten Schiff verpasst verewigt. Außerdem wurde natürlich die Abizeitung verkauft.