Guten Freunden gibt man ein Küsschen

Austausch der 9a mit Spanien

12.05.17 (KÜ) Am 23.03. ging unser Flug nach Spanien. Denn wir aus der 9a hatten das Glück mit Herrn Müller und Herrn Trippkewitz, dieses Jahr einen Austausch mit zu machen. Als wir abends in Barcelona landeten, war die Stimmung bei allen sehr gut. Nachdem jeder seinen Koffer wieder hatte, hörten wir sofort die lauten Stimmen unserer Austauschschüler. Wir kannten uns bereits gut, da die Spanier ihren Aufenthalt in Deutschland schon hinter sich hatten. Also wurden wir herzlich begrüßt, teilweise auf die Wangen geküsst, wie es in Spanien üblich ist.  Nach einer turbulenten Fahrt mit dem Bus und dem Zug waren alle todmüde und wollten nur noch schlafen, da es nebenbei bemerkt schon ziemlich spät war. Bei der Ankunft in Mollet del Valles trafen wir erstmals auf unsere Gastfamilien. Natürlich gab es dann auch noch ein ausgiebiges Abendessen, welches bei mir eher einem riesigen Mittagessen glich. Für den einen oder anderen werden die spanischen Duschen wohl ein ewiges Mysterium bleiben, da es für einige einfach unmöglich war, die Duschtemperatur weder zu kalt noch zu heiß einzustellen.

 

Aber am nächsten Morgen sahen wir alle mehr oder weniger frisch und ausgeschlafen wieder. Danach startete eine Art „Rallye“ durch Mollet, bei der wir an verschiedenen Orten Fotos machen mussten. Leider fing es dabei unerwartet an zu regnen und wir verkürzten das Ganze ein wenig. Zum Glück besichtigten wir danach das Haus eines Künstlers, der jede Art von Kunstwerken gesammelt hat. Den restlichen Nachmittag haben wir dann mit unseren Austauschschülern alleine oder mit Freunden verbracht.

 

Am Samstag haben wir etwas mit unseren Austauschschüler und deren Familien unternommen. Einige waren in Einkaufszentren, andere im Jumphouse und wieder andere machten etwas ganz anderes. Für das Programm am Sonntag waren ebenfalls die Austauschschüler verantwortlich, so dass der Großteil der Mädchen am Morgen zum Paintballspielen aufbrach. An dem Tag hatten wir richtig schönes Wetter und die Aussicht von dem Hof, auf dem Paintball gespielt haben, war echt genial.

 

Montag besichtigten wir das „Camp Nou“, das Stadion des FC Barcelona. Dafür fuhren wir mit dem Bus in die Stadt. Dort durften wir erst das Museum besuchen und dann alleine den Rundgang im Stadion antreten. Nachdem wir alles gesehen hatten und auch genug Fotos gemacht hatten, brachte der Bus uns zum Strand. Dort konnten wir zwar mit den Füßen ins Wasser, aber zum Baden war das Wasser noch zu kalt. Außerdem konnten wir Beachsoccer spielen, Frisbee werfen, was gar nicht so einfach war, ohne die Frisbee direkt im Meer zu versenken, oder uns einfach nur sonnen. Das Wetter wurde immer besser und am nächsten Tag war bei vielen schon ein leichter Sonnenbrand zu erkennen.

 

Als wir Dienstag dann auch noch den ganzen Tag durch das Zentrum Barcelonas  gelaufen sind, wurde das mit den Sonnenbränden nicht gerade besser. Aber dafür sahen viele bekannte Bauwerke, darunter hauptsächlich Kirchen, Museen und Rathäuser. Danach hatten wir noch einige Zeit zum Shoppen.  Das Highlight war allerdings die „Sagrada Familia“, die unter dem Architekten Antoní Gaudi nie fertiggestellt wurde. Der Bau der Kirche soll voraussichtlich im Jahr 2026 beendet sein, 100 Jahre nach dem Tod Gaudis. Für uns Deutsche war sogar eine Tourführung auf Deutsch und Englisch organisiert worden.

 

Am Mittwoch hatten wir um die 26°C und wanderten gemütlich durch den riesigen Naturpark „Gallecs“. Wir wurden in verschiedene Gruppen aufgeteilt und mussten zusammen einige Aufgaben erfüllen. Nach längerer Zeit wurde das ganze wirklich anstrengend, weil uns die Füße vom Vortag noch etwas wehtaten, denn wir wanderten bestimmt schon über drei Stunden. Endlich trafen wir dann die anderen Gruppen wieder und machten erst mal eine schön lange Pause. Danach waren verschiedene Spiele geplant, allerdings dauert es nicht lange, da verletzte sich eine Austauschschülerin und musste daraufhin von einem Krankenwagen abgeholt werden.

Am Abend wurde eine Talentshow veranstaltet, bei der wir uns selber aussuchen konnten, ob wir mitmachen wollten oder nicht. Wenn nicht konnte man als Zuschauer zugucken oder draußen Fußball spielen. Die Teilnehmer starteten mit ihren Showeinlagen und am Ende konnten die Zuschauer per Abstimmung den Gewinner bestimmen. Das war nicht gerade leicht, denn von Tanzen bis Singen vermischt mit Comedy war alles dabei. Letztendlich gewann sogar ein deutsches Team den großen Preis, welcher aus einem kleinen Oscar und vielen Süßigkeiten bestand. Abends trafen sich dann noch einmal fast alle an einem Restaurant zum Essen und Reden.

 

Am letzten Tag war es dann an der Zeit, Abschied zu nehmen. Alle bedankten sich für die schöne Zeit und brachen dabei mehr oder weniger in Tränen aus. Dann brachte uns ein Zug zurück zum Flughafen und kurz darauf saßen wir alle wieder im Flugzeug nach Deutschland. In Marne wurden wir dann von unseren Eltern empfangen und waren alle froh, wieder zu Hause zu sein.