Essen, essen und noch mehr essen

Austausch der 9c mit Polen

12.05.17 (BO) Am 23. März begann für meine Klasse, die 9c, der Austausch nach Polen. In nächtlicher Frühe trafen wir uns am Bahnhof in St. Michel, um den fünf Uhr Zug nach Itzehoe zu nehmen. Dieser fiel jedoch aus, weshalb wir schließlich eine Stunde warten und Frau Nagel unseren gesamten Plan ändern musste. Doch dann konnte es endlich losgehen und eine ziemlich lange aber umso lustigere Zugfahrt startete. Schließlich erreichten wir gegen Abend Slupsk, eine Stadt im Norden Polens mit circa 100.000 Einwohnern und wurden herzlich von unseren Austauschpartnern und ihren Familien empfangen und aufgenommen. Nachdem wir mit viel, viel Essen vollgestopft worden waren, fielen wir erschöpft in unsere Betten.

 

Am folgenden Tag, dem Freitag, trafen wir uns in der Schule und hatten die Gelegenheit polnische Piroggen zu probieren und uns die Präsentationen unserer Austauschschüler über Polen anzuhören. Anschließend erkundeten wir die Stadt, indem wir eine Führung durch das Rathaus bekamen und danach eine Stadtrallye machten, die uns quer durch Slupsk schickte und in einem Teehaus endete, in dem wir den Kakao probierten, der weniger Kakao als geschmolzene Schokolade war. Am Abend trafen sich einige von uns mit ihren Austauschschülern, um ein Lagerfeuer zu machen.

 

Den Samstag verbrachten wir in Danzig, wo wir uns die Altstadt ansahen. Später fuhren wir noch in ein Einkaufszentrum und hatten die Gelegenheit zu shoppen, was besonders die weibliche Seite unserer Gruppe freute.

 

Am Sonntag hatten unsere Gastfamilien die Möglichkeit, das Programm für diesen Tag selbst zu gestalten. Meine Austauschschülerin und ich gingen mit ein paar anderen ins Jumphouse und mit dieser Gruppe anschließend Bowlen. 

 

Der Montag  bestand aus einem Besuch in einem kaschubischen Freilichtmuseum, in dem uns besonders das umgedrehte Haus faszinierte. Nachdem die Führung, die eigentlich drei Stunden dauern sollte, nach einer Stunde wegen mangelnder Englischkenntnisse der Museumsführerin beendet wurde, hatten wir noch viel Freizeit, bevor wir mit dem Bus in einen nahegelegenen Wald fuhren, wo wir zu einer Aussichtsplattform wanderten und Würstchen aßen.

 

An unserem letzten richtigen Tag besuchten wir in Ustka einen stillgelegten Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, der damals zu Deutschland gehört hatte und deshalb sogar eine Führung auf Deutsch angeboten wurde. Dort lieferten wir uns auch ein deutsch-polnisches Duell im Bogenschießen, in dem wir Deutschen uns leider geschlagen geben mussten. Anschließend hatten wir noch jede Menge Freizeit in der Innenstadt von Ustka, die wir damit verbrachten am Strand entlangzulaufen, Pokémon in einem Souvenirladen zu kaufen und Pizza zu essen. Am Abend trafen sich wieder einige von uns, um eine Abschiedsparty zu feiern, die ein voller Erfolg wurde.

 

Am Mittwochmorgen war unser Besuch in Polen dann auch schon vorbei. Nach einem tränenreichen Abschied am Bahnhof in Slupsk traten wir, mit viel zu viel Essen (Matthis hatte 9! mit Schnitzel belegte Brötchen mitbekommen) und gutem deutschen Schlager die Rückreise in Richtung St. Michaelisdonn an, wo wir diesmal ganz ohne Verspätung ankamen.

 

Obwohl wir uns anfangs etwas geärgert hatten, dass unsere Parallelklassen ins warme Spanien und Italien fliegen, und wir „nur“ nach Polen fahren durften, war es eine gelungene Woche, bei der wir alle den Gegenbesuch freudig erwarten.